Wofür wir stehen

Wofür wir im SoVD-Kreisverband Kiel stehen

 

Wir setzen uns für ein Höchstmaß an sozialer Gerechtigkeit ein. Das wichtige Fundament hierfür ist eine zukunftssichere Sozialversicherung – also auskömmliche Renten für einen Lebensabend in Würde, eine wohnortnahe Krankenversorgung und eine Pflegeversicherung, die Menschen nicht in Armut rutschen lässt. Und: Wir streben eine inklusive Gesellschaft an. Menschen mit und ohne Behinderung verdienen die gleichen Rechte – in allen Lebenslagen.

 

 

Landesverbandstag 2019

 

Im Juni 2019 findet der Landesverbandstag des SoVD Schleswig-Holstein statt. Der Kreisverband Kiel hat sich auf vier sozialpolitische Anträge verständigt, die dem Landesverband des SoVD zur Abstimmung vorgelegt werden sollen.

Zu den sozialpolitischen Anträgen des SoVD-Kreisverbands Kiel zum Landesverbandstag 2019.

 

 

Volksinitiative für bezahlbaren Wohnraum

 

Mieterbund und Sozialverband Schleswig-Holstein starten Volksinitiative für bezahlbaren Wohnraum

Angemessener Wohnraum ist für jeden Menschen unverzichtbar. Die Wohnung ist für den Menschen Lebensmittelpunkt, Rückzugsbereich und Ruhepol zugleich.

 

Doch in Schleswig-Holstein stehen viele Menschen vor großen Problemen, angemessenen und bezahlbaren Wohnraum zu finden. Insbesondere in den Großstädten sowie im Hamburger Umland konkurrieren Studierende, Alleinerziehende, Menschen mit schlecht bezahlten Jobs sowie Arbeitsuchende und Rentnerinnen und Rentner um das knapper werdende Angebot auf dem Wohnungsmarkt.

Aus diesem Grund möchten Mieterbund und Sozialverband Schleswig-Holstein – das Recht auf angemessenen Wohnraum in der Landesverfassung verankern!

Warum diese Volksinitiative?

In der Vergangenheit haben diverse Landesregierungen und Kommunen aller Größen Entscheidungen getroffen, die bezahlbaren und angemessenen Wohnraum vernichtet haben. Durch die Verankerung in der Landesverfassung wird dem Recht auf bezahlbaren Wohnraum deutlich mehr Gewicht gegeben. Zukünftige Entscheidungsträger in Schleswig-Holstein müssen ihre Entscheidungen mit der geänderten Landesverfassung in Einklang bringen

SoVD Kiel positioniert sich sozialpolitisch für Landesverbandstag 2019

Wer kann bei der Volksinitiative mitmachen?

Alle Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und nicht vom Wahlrecht zum Schleswig-Holsteinischen Landtag ausgeschlossen sind, können mit Ihrer Unterschrift die Volksinitiative für bezahlbaren Wohnraum unterstützen.

Leider ist es aus rechtlichen Gründen nicht möglich, sich online an der Volksinitiative zu beteiligen. Gültig sind lediglich Eintragungen in Papierform.

Zur Volksinitiative für bezahlbaren Wohnraum

 

 

Armut in Kiel

 

Armut in Kiel

 

Wie viele Millionäre in Kiel leben, wissen wir nicht.

Wir wissen aber, dass Ende 2017 rund 17 Prozent der Kielerinnen und Kieler in finanziell prekären Verhältnissen lebten. Mehr als 40.000 Menschen erhielten 2017 in Kiel Sozialleistungen als existenzsichernde Hilfen:

Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, laufende Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. (vgl. Sozialbericht 2018 der Landeshauptstadt Kiel)

Lesen Sie auch die Einordnung des SoVD-Kreisverbands zum Sozialbericht der Stadt Kiel 2018.

 

Als Maßnahmen gegen Armut und soziale Spaltung fordert der SoVD Kiel:

  • Regelmäßige Armutsberichterstattung mit sozialräumlicher Betrachung
  • Gesamtkonzept zur Armutsvermeidung und Armutsbekämpfung
  • eigenständige Grundsicherung für Kinder und Jugendliche
  • mehr Verteilungsgerechtigkeit durch Neuausrichtung der Steuerpolitik – “starke Schultern tragen mehr als schwache”
  • mehr kostenfreie kulturelle Angebote für benachteiligte Menschen
  • kostenfreies Frühstück für Schülerinnen und Schüler
  • Einführung eines vollumfänglichen Sozialtickets
  • deutlich stärkerer Ausbau des sozialen Wohnungsbaus für finanziell benachteiligte Menschen